Du bist jetzt 10 Jahre bei XING – bist du nicht gelangweilt?

Überhaupt nicht. Es ist spannend zuzusehen, wie sich XING ständig weiterentwickelt – die Plattform, meine Kollegen und unsere Arbeitsumgebung. Stillstand und Langeweile gibt es hier nicht.

Was hast du denn in den letzten zehn Jahren bei XING gemacht?

Eingestellt wurde ich als Office Manager. Damals wurde extra eine zusätzliche Stelle geschaffen, da sich mit der zunehmenden Mitarbeiteranzahl das Arbeitsaufkommen stark erhöht hatte. Direkt im Anschluß an meine erste Elternzeit wechselte ich als Assistentin zum Finanzvorstand. Einige Jahre später von dort als Teamassistenz zum Product VP und als unser heutiger Produktvorstand Timm Richter zu XING kam, hat er mich sozusagen geerbt.

„Gemacht“ habe ich bei XING schon sehr viel, abgesehen vom Büroalltag einer Assistentin: unter Anderem habe ich mal für ein XING-StartUp-Projekt nach neuen Büroräumen gesucht und deren Umbau und Inneneinrichtung geleitet oder zum Beispiel Veranstaltungen für über 400 XING Mitarbeiter organisiert.

Außerdem habe ich 2007 die Kinderweihnachtsfeier bei XING eingeführt, zu der wir mittlerweile über 120 Kinder und deren Eltern zu Gast haben. 2009 habe ich den Zukunftstag – auch Girl´s Day bzw. Boy´s Day genannt – zu XING gebracht. Beide Events sind für mich Herzensprojekte und bei den XING Mitarbeitern und ihren Kindern sehr beliebt.

Was hat sich denn in deiner Zeit verändert?

Als ich anfing bestand XING aus eineinhalb Großraumbüros und zwei Meetingräumen. Ich saß nur zwei Schreibtische entfernt vom Gründer Lars Hinrichs und wußte nicht nur woran jeder Mitarbeiter arbeitet, sondern wußte auch von seinen Hobbys bis hin zu Einzelheiten aus der Familie. Eine Abteilung bestand damals oft nur aus einer Person und für das Company Meeting am Freitag blieb jeder einfach auf seinem Stuhl sitzen – heute gehe ich dafür über zwei Etagen und alle XING Mitarbeiter würden niemals in den Raum passen.

In meiner Abwesenheit während meiner ersten Elternzeit gab es einen großen Schnitt bei XING. In dem einen Jahr hatte sich das Management beinahe komplett ausgetauscht und die Mitarbeiterzahl hatte sich verdoppelt. Außerdem bezog XING die Büroräume im Dammtorgebäude. Als ich zurückkam, hatte ich das Gefühl in einer völlig anderen Firma zu arbeiten.

Die Plattform selbst hieß zu meinem Arbeitsbeginn noch openBC und hatte einen ganz  anderen Look. Außerdem wurde sie von den Nutzern eher als Adressbuch beziehungsweise für die Kontakt(ver)knüpfung genutzt und um Nachrichten zu schreiben. Gruppen und Events gab es damals schon, aber aus heutiger Sicht steckte das alles noch sehr in den Kinderschuhen.

Was macht XING als Arbeitgeber für dich aus?

Freiheit! Von Beginn an konnte ich im Rahmen meiner Aufgaben sehr selbständig arbeiten. Ich soll immer eigene Ideen einbringen und darf Projekte, die ich mir teilweise selbst aussuche, umsetzen.

Ich bin Mutter von zwei Söhnen (8 Jahre und 3 Jahre). Seit 6 Jahren kann ich einen Tag pro Woche aus dem Homeoffice arbeiten. Initiiert wurde das übrigens von meinem damaligen Vorgesetzten. Nach der zweiten Elternzeit bin ich in Teilzeit in meinen jetzigen Job zurückgekommen. Mein Chef, Timm, und die anderen Kollegen gehen damit sehr verständnisvoll um und unterstützen mich.

Bei XING sind Dinge die der Arbeitgeber stellt, wie zum Beispiel ergonomische Arbeitsplätze, Restaurantschecks, Smartphones, regelmäßig frisches Obst und Getränke sowie Fortbildungen und Sabbaticals uvm. selbstverständlich. Das unser Vorstand einmal die Woche zur Mitarbeiterbefragung Stellung nimmt, ist für XING Mitarbeiter normal. Wenn meine Bekannten aus ihrem Arbeitsleben erzählen merke ich schnell, wie gut wir es hier bei XING haben.

Warum kommst du heute immer noch gerne zu XING ins Büro?

Meine Arbeitstage sind immer abwechslungsreich und spannend. Ich habe tolle Kolleginnen und Kollegen und mag die freundliche Atmosphäre in den Büros, sowie die offene Art der Mitarbeiter.

Welchen Rat würdest du denn XING-Neulingen geben?

Erstens: Vernetze dich!

Ja, es ist mit einigem Zeitaufwand verbunden. Doch ich denke es ist sehr nützlich, wenn neue Kollegen über die Plattform aktiv Kontaktanfragen an alle anderen XING Mitarbeiter schicken. Außerdem ist unsere Lunchkultur so alt wie XING selbst – d.h. verabrede dich ruhig mal mit Kollegen aus anderen Abteilungen. Du wirst staunen, was du dabei alles über XING erfährst.

Zweitens: Mach mit!

Es gibt jede Menge spannende Institutionen innerhalb XING. Such dir was aus, was deinen Interessen und Fähigkeiten entspricht. So kannst du XING und seine Kultur mit gestalten. Bei uns finden einmal im Jahr die Prototyping Days für alle Mitarbeiter statt. Wir haben ein Employee Committee (das ist eine selbst gewählte Form eines Betriebsrates), außerdem z.B.  die „P@X“ Initiative (Product at XING) und es werden verschiedene Sportkurse angeboten – um nur einige wenige Möglichkeiten aufzuzählen.

Und wenn du Ideen für Verbesserungen hast, zögere nicht, sie vorzutragen und umzusetzen. „Am Anfang von etwas Großem steht ein kleiner Gedanke.“

Und zu guter Letzt: erzähl uns eine lustige XING-Anekdote!

Die für mich beste XING-Anekdote ist die, wie „Danger“ zu seinem Namen kam. Doch das  erzählt er euch lieber selbst.