Fragen Sie sich auch manchmal, ob Sie tatsächlich den richtigen Job gewählt haben? Wollten Sie nicht schließlich eigentlich einen Job an der frischen Luft machen? Was Sinnvolles? Was Erfüllendes? Aber irgendwie ist man dann doch geworden, was man heute ist. Kann ja auch gut sein – oder auch nicht.

Wir wollten das genauer wissen – inspiriert von unserer aktuellen Kampagne haben wir das Institut YouGov gebeten, nachzufragen, was die Deutschen eigentlich von ihrem Berufsleben erwarten: Was wäre eigentlich der Traumjob? 2.048 Personen hat YouGov in einer repräsentativen Umfrage* nach ihren beruflichen Wünschen, Vorstellungen und Versäumnissen gefragt.

Frauen wollen Tierpflegerin, Männer Sportprofi werden und Chefs greifen nach den Sternen

Aus einer Liste mit über 30 verschiedenen Tätigkeiten entschieden sich mit 6 Prozent die meisten Befragten für den Job als Tierpfleger – allerdings gibt es starke Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während es für jede zehnte Frau (10 Prozent) ein Traumjob wäre, sich um Tiere zu kümmern – gefolgt von den Jobs als Psychologin (7 Prozent) und als Schriftstellerin (6 Prozent) – rangiert der Tierpfleger bei den Männern abgeschlagen auf Platz 19 (2 Prozent). Männer wären am liebsten Profisportler (7 Prozent). Auf Platz zwei steht der Forscher/ Erfinder (6 Prozent), und an dritter Stelle folgen die Tätigkeiten als Pilot und als Schriftsteller (je 4 Prozent). Apropos Pilot: Für  Vorstände oder Geschäftsführer ist auch diese Tätigkeit noch zu bodenständig – mit 6 Prozent setzten die meisten den Haken bei „Astronaut“.

Fast jeder zweite Berufstätige würde sich rückblickend für einen anderen Job entscheiden

Nach der lockeren Einstiegsfrage ging´s ans Eingemachte. Wir wollten wissen, wie viele der berufstätigen Deutschen sich rückblickend für einen anderen Job entschieden hätten. Gerechnet hätten wir mit einem Viertel, tatsächlich jedoch handelt es sich mit 46 Prozent um fast jeden Zweiten! Richtig übel fällt das Urteil aus, wenn der eigene Nachwuchs ins Spiel kommt. Mehr als jeder zweite Berufstätige (53 Prozent) würde seinen Kids davon abraten, dieselbe berufliche Tätigkeit auszuführen. Lediglich 31 Prozent würde den eigenen Job auch seinen Kindern empfehlen. Ganz besonders trifft dies auf Top-Führungskräfte zu: Fast sechs von zehn Vorständen bzw. Geschäftsführern (58 Prozent) würden ihren Kindern nicht empfehlen, in ihre beruflichen Fußstapfen zu treten.

Das ist eigentlich wichtig: Mehr Gehalt, mehr Spaß, mehr Zeit für Privates

Woher kommt diese Unzufriedenheit im Job? Laut unserer Umfrage gibt es verschiedenste Aspekte, die Berufstätige in ihrer bisherigen Laufbahn vermissen. So gaben 39 Prozent an, eigentlich mit mehr Gehalt gerechnet zu haben. Für 30 Prozent kommt der Aspekt „Spaß bei der Arbeit“ zu kurz, und 21 Prozent würden eigentlich gerne mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen. 18 Prozent ist die Arbeitsbelastung zu hoch, und 17 Prozent der Berufstätigen träumen von einer sinnvolleren Tätigkeit.

 

Besonders anspruchsvoll zeigten sich übrigens die Befragten aus der Generation Y. Im Vergleich zu den anderen Altersgruppen verlangen die 25- bis 34-Jährigen öfter sowohl mehr Gehalt (45 Prozent) als auch Spaß an der Arbeit (33 Prozent) und mehr Zeit für Familie und Freunde (25 Prozent).

* Im Auftrag von XING befragte das Umfrageinstitut YouGov zwischen dem 6. und 9. Januar 2017 repräsentativ 2.048 Menschen in Deutschland, darunter 966 Berufstätige. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).