Frohes neues Jahr! Bestimmt haben auch viele von Ihnen das Jahr 2013 mit neuen Vorsätzen hoffnungsvoll begonnen. Einen wichtigen Teil im Leben spielt natürlich auch der eigene Job. XING wollte es genauer wissen und beauftragte das Meinungsforschungs-Institut forsa. 1.001 deutsche Arbeitnehmer wurden im Dezember gefragt, wie zufrieden sie mit ihrer aktuellen Tätigkeit sind, ob sie dieses Jahr einen Wechsel in Betracht ziehen und welche Faktoren hierfür ausschlaggebend sind – liegt es an dem Vorgesetzten oder doch am Gehalt? Zudem haben wir uns bei unserem Kooperationspartner kununu umgehört, um zu erfahren, welche Unternehmen auf dem beliebten Arbeitgeberbewertungsportal besser abschneiden. Sind es die kleinen oder doch eher die Konzerne?

Leitende Angestellte besonders wechselwillig

35 Prozent aller Befragten gaben an, für einen Arbeitgeberwechsel im neuen Jahr bereit zu sein. Sieben Prozent gehen sogar einen Schritt weiter und geben zu, diesen bereits fest eingeplant zu haben. Ein tendenziell noch stärkeres Interesse nach einer neuen beruflichen Herausforderung haben leitende Angestellte: Hier geben vier von zehn der Befragten diesen Wunsch an, acht Prozent haben den Wechsel fest vor. Dass eine Wechselbereitsschaft nicht immer etwas mit unzufriedenen Mitarbeitern zu tun hat, zeigen diese Zahlen: Insgesamt gesehen ist die große Mehrheit der Deutschen nämlich zufrieden mit ihrer aktuellen Tätigkeit – dies trifft auf 82 Prozent zu. Lediglich 18 Prozent sind unzufrieden bzw. eher unzufrieden beim derzeitigen Arbeitgeber. Dabei fällt auf, dass Frauen und jene mit höheren akademischen Abschlüssen tendenziell häufiger zufrieden sind. Dies trifft auch auf Jüngere bis 29 Jahre und ältere Arbeitnehmer ab 50 zu.

Die Top-Kriterien: Gehalt, Vorgesetzte und Atmosphäre

Was sind konkret die Knackpunkte, die einen zum Wechsel verleiten? Bei den 35 Prozent aller Befragten, die über einen Jobwechsel nachdenken bzw. bereits eingeplant haben, haben wir weiter nachgebohrt: Der größte Störfaktor stellt das Thema “Gehalt und Benefits” dar. Für 59 Prozent gehört dieser zu den wichtigsten Wechsel-Gründen. Jeweils knapp die Hälfte fühlt sich durch das Verhalten der Vorgesetzten bzw. allgemein durch die Arbeitsatmosphäre im derzeitigen Job gestört.

Dies sind dann auch die Faktoren, die bei einem möglichen neuen Arbeitgeber am häufigsten genannt werden: Dabei steht die Arbeitsatmosphäre für 73 Prozent im Vordergrund, während Gehalt und Benefits mit 70 Prozent auf dem zweiten Platz landet. Für knapp zwei Drittel (65 Prozent) ist das Verhalten der Vorgesetzten besonders wichtig.

Kleine und mittelständische Arbeitgeber schneiden besser ab

Dass es nicht immer auf den Namen ankommt, zeigen Auswertungen unseres Kooperationspartners kununu. Auf dem Arbeitgeberbewertungsportal aus Wien bewerten Mitarbeiter, Ex-Mitarbeiter, Auszubildende und Praktikanten ihren Arbeitgeber unter anderem in Bezug auf Betriebsklima, Aufstiegschancen und Gehalt.

Hier schneiden besonders kleine und mittelständische Unternehmen mit höheren Bewertungen ab. Auf Platz eins stehen Unternehmen bis zu zehn Mitarbeitern. Diese erhalten im Schnitt 4,0 von maximal 5 Punkten. Unternehmen mit bis zu 1.000 Angestellten kommen noch auf eine Bewertung von 3,7. Weiter hinten liegen die größeren Unternehmen. So erhalten Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern im Schnitt noch 3,5 Punkte.

Vielleicht findet der eine oder andere sich mit seinen Arbeitgeberwünschen wieder? Ob Sie nun bei Ihrem aktuellen Arbeitgeber bleiben wollen oder sich nach einer neuen Tätigkeit sehnen: Wir wünschen Ihnen – natürlich gerade im beruflichen Umfeld – ein erfolgreiches und zufriedenes neues Jahr!


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Kommentar
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Manfred Lotze on 08.02.2013 at 10:31h CET

Ja, es ist größte Vorsicht geboten.
Wir erleben seit ca. 3 Jahren in unseren Geschäftsbüchern einen regelrechten Wechsel-Boom. Da verlassen z.T. in größeren Gruppen Führungskräfte sogar nach Jahrzehnten ihren Arbeitsplatz und machen sich entweder selbstständig oder gehen schnurstracks zum Wettbewerb. Wir sind dann mit der Prüfung beauftragt, ob alle Fristen, Pflichten und gesetzlichen Regelungen eingehalten werden. Das ist allerdings nur selten der Fall. Fachkräftemangel macht sich also auch hier bemerkbar: gute Leute werden öfter abgeworben, mit samt dem Know-how über Absichten und Planungen, Entwicklungen, Kalkulationen, Kunden- und Lieferantenkontakte der Konkurrenz. Vorteilhafter kann man seinen Personalbedarf nicht decken…
Manfred Lotze, Detektive-Kocks
Düsseldorf, 08.02.2013

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