Aktuelle Kategorie: CEO Corner

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Dieser Gastbeitrag von Thomas Sattelberger und Dr. Thomas Vollmoeller ist heute in gekürzter Form im Handelsblatt erschienen.

Der 1. Mai ist der „Tag der Arbeit“. Er geht zurück auf den 1. Mai 1886. An diesem Tag fanden in den USA Arbeiterproteste statt, mit dem Ziel, den Acht-Stunden-Tag einzuführen. Damals war es die industrielle Revolution, die die nicht nur
Wertschöpfungs- und Produktionsprozesse radikal veränderte, sondern auch die Arbeitswelt. Ähnlich wie im 19. Jahrhundert befinden wir uns heute in einem Umwälzungsprozess, der durch die Digitalisierung ausgelöst wurde. Sie hat praktisch sämtliche Wirtschaftsprozesse verändert, neue Industrien geschaffen, andere überflüssig gemacht. Was den Einzelnen betrifft: Die digitale Technik macht es möglich, dass Wissensarbeiter heute zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte räumlich und zeitlich flexibel arbeiten können. Dieser Aspekt wird noch verstärkt durch die Globalisierung und den demografischen Wandel.
Ein Ergebnis dieser Entwicklung ist, dass die Wissensarbeiter den Gleichschritt der Industriekultur verlassen und als Arbeitnehmer wie als Freelancer eine neue Souveränität erfahren. Dieser Wechsel in die Netzwerk-Ökonomie erfordert bei allen Involvierten ein neues Denken. (mehr…)

Dr. Stefan Gross-Selbeck

Dr. Stefan Gross-Selbeck am 14.08.2012 um 13:26Uhr MEZ

Zum ersten Mal besuchte Olaf Scholz nach seiner Wahl im März unser Unternehmen am Hamburger Gänsemarkt. Wie es dazu kam: Kurz nach seiner Wahl traf ich Scholz bei einer Veranstaltung in Hamburg. Wir sprachen unter anderem über die Zukunft des Medienstandortes Hamburg. Scholz, in dessen Ressort auch der Bereich Medien fällt, war sehr interessiert, bei einem Besuch unser Unternehmen am Gänsemarkt kennenzulernen, mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen und über aktuelle Entwicklungen in Hamburg zu diskutieren. Unsere Einladung nahm er spontan an, ein Termin war schnell gefunden.

Stefan Groß-Selbeck heißt Olaf Scholz bei XING willkommen

Bei strahlendem Sonnenschein kam Scholz zu Fuß vom nahgelegenen Rathaus herübergelaufen. Nach einer kurzen Begrüßung stand zunächst ein Rundgang auf dem Programm. Scholz traf Mitarbeiter aus dem Entwicklerteam, sprach mit unseren Architekten und nahm sich auch die Zeit für einen kleinen Nutzertest mit unserem Eye-Tracking-Tool.
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Copyright: Thomas Rafalzyk. Im Bild: Dr. Tobias Lindner, MdB, Dr. Stefan Groß-Selbeck, Moderator Daniel Finger von Radio rbb /Radio Eins, Parl. Staatssekretär BMWi Hans-Joachim Otto (v.l.n.r.).

Social Media als Jobmaschine — so könnte man den Titel einer Veranstaltung zusammenfassen, auf welcher ich am Mittwoch eingeladen war. Der Bundesverband der Deutschen Industrie und der Branchenverband BITKOM hatten mich gebeten, zum Thema „Wirtschaftstreiber Social Media?! – die Rolle sozialer Medien für Wirtschaft und Wertschöpfung“ zu sprechen. Eine interessante Veranstaltung, mitten in Berlin, mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Und einem besonderen Gast aus den USA: Marne Levine, Vice President Global Policy bei Facebook.

Sie betonte in ihrer Rede die Chancen, die Social Media bieten. Und auch ich glaube, diese Perspektive ist die richtige, wenn wir diskutieren, wie wir soziale Medien künftig gesellschaftlich nutzen wollen. Denn die Möglichkeiten gerade für den Standort Deutschland sind erheblich. Zwar betreten wir Neuland, es gibt auf dem Weg vielen offenen Fragestellungen zu begegnen. Aber die Diskussionen dürfen nicht zu sehr von Angst und Restriktionen geprägt sein, denn dies liefe Gefahr, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher sozialer Medien noch weiter zu verschlechtern. Was weder den Unternehmen selbst, noch den Verbrauchern noch der gesellschaftlichen Entwicklung unseres Landes dienlich wäre. (mehr…)

Vor einigen Tagen traf ich im Familienministerium mit Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in Berlin für ein gemeinsames Interview mit dem Handelsblatt zusammen. Thema des Pressegesprächs: Wie kann man Frauen  – auch mit Unterstützung von professionellen Netzwerken – nach einer familienbedingten Pause dabei helfen, wieder ins Berufsleben einzusteigen.  Dabei erlebten die Anwesenden gleich live wie die Ministerin selbst Familie und Beruf vereinbart.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder im Gespräch mit Stefan Groß-Selbeck

Aber zunächst zum Hintergrund: In Deutschland arbeiten Frauen deutlich weniger als in anderen Ländern Europas. Sie sind seltener in Führungspositionen und haben Gehälter, die oft niedriger als die vergleichbarer männlicher Kollegen sind. Die Arbeitsmarktforscherin Jutta Allmendinger beziffert die sogenannte „stille Reserve“ auf 2,4 Millionen. Zu ihr zählen Frauen, die zwar erwerbsfähig aber nicht erwerbstätig sind und die nicht bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet sind. Lediglich 13 Prozent aller Mütter, die eine Kinderpause von drei oder mehr Jahren einlegen, schaffen überhaupt den Wiedereinstieg in den Beruf. (mehr…)

Gestern Abend haben wir unsere vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht (Pressemitteilung) – und ich freue mich sehr, dass wir auch dieses Jahr sehr gute Botschaften zu verkünden haben: Umsatzzuwächse in allen Bereichen, ein Sprung über die Zehn-Millionen-Euro-Marke beim E-Recruiting und neue Rekordwerte für Umsatz und operativen Gewinn.

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Der Reihe nach: Insgesamt kommen wir für das Geschäftsjahr 2011 auf einen Umsatz von 66,2 Mio. €, was einem Anstieg von 22% im Vergleich zu 2010 entspricht. Auch der operative Gewinn ist auf Rekordniveau: 22,2 Mio. € beträgt unserer EBITDA (Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) – ein Anstieg um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei einer operativen Marge von 34 Prozent.

Zu diesem Resultat haben alle unsere Geschäftsbereiche beitragen: Unsere Aktivitäten im E-Recruiting, also der Suche nach Fach- und Führungskräften im sozialen Netzwerk, wuchsen um 65 Prozent auf 11,7 Mio. €, während unsere Werbeeinnahmen um 35 Prozent auf 5,3 Mio. € kletterten. Hinzu kam das erstmals ausgewiese Event-Geschäft unserer Tochterfirma amiando mit 2,5 Mio. € sowie unser ursprüngliches Kerngeschäft: Die Erlöse aus XING-Premiummitgliedschaften stiegen um sieben Prozent auf 45,6 Mio. € (42,4 Mio.). Angesichts dieser positiven Entwicklungen möchten wir unsere Aktionäre am Unternehmenserfolg teilhaben lassen und schlagen daher der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von rund 0,56€ je Aktie vor. (mehr…)

Ich hatte heute Gelegenheit, zusammen mit anderen Vertretern europäischer sozialer Netzwerke ein persönliches Gespräch mit der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Viviane Reding, zu führen. Hintergrund ist der von ihr gerade veröffentlichte Entwurf einer europäischen Datenschutzverordnung, die den Datenschutz in ganz Europa einheitlich und mit vielen wichtigen Änderungen gegenüber dem heutigen Stand neu ordnen soll.

Aus meiner Sicht das wichtigste Thema: Gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle! Der Entwurf stellt eindeutig fest: Jeder, der seine Dienste europäischen Nutzern anbietet, muss zukünftig ein einheitliches, europäisches Datenschutzrecht beachten. Das wäre eine wesentliche Verbesserung gegenüber heute – denn aktuell ist Datenschutz in Europa ein Flickenteppich unterschiedlicher nationaler Regelungen. Schlimmer noch: außereuropäische, d.h. insbesondere amerikanische Unternehmen berufen sich heute darauf, dass der deutsche Datenschutz für sie gar nicht anwendbar sei. Das führt zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen: während lokale Anbieter die strengen deutschen Gesetzt achten (müssen), können Anbieter z.B. aus den USA wesentlich laxer mit Datenschutz umgehen, was ihnen viele Vorteile im Wettbewerb bringt. Den größten Nachteil hat der Nutzer: er verlässt sich auf den strengen deutschen Datenschutz und weiß gar nicht, dass er für ausländische Anbieter gar nicht gilt. Das gehört geändert -  insofern begrüße ich den Entwurf der Datenschutzverordnung ausdrücklich.

Im Detail aber gibt es noch Gesprächsbedarf. Beispiel: die Verordnung räumt jedem Nutzer ein „Recht auf Vergessenwerden“ ein. Nutzer können von einem Anbieter die endgültige Löschung all ihrer Daten verlangen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden. Aber wie weit geht dieses Recht? Schließt es auch die nachträgliche Löschung von Blog- und Diskussionsbeiträgen ein? Das macht keinen Sinn! Die gute Nachricht: Frau Reding erwies sich als sehr angenehme Gesprächspartnerin, die gut zuhören kann und offen für Argumente ist. Wir werden das Gespräch mit ihr fortsetzen.

Ein grundlegendes Problem verbleibt: wie wollen wir den Datenschutz in Europa grundsätzlich regeln? Im Moment gilt: was nicht ausdrücklich (via Einwilligung) erlaubt wird, ist verboten. Daran ändert auch die neue Verordnung nichts. Juristen nennen dies „Verbot mit Erlaubnisvorbehalt“. Dieses Prinzip regelt bei uns z.B. den Umgang mit Waffen und mit Glückspiel. Aber taugt es auch zur Regelung unseres Umgangs mit Daten? Ich glaube nein. Im 21. Jahrhundert sind Daten ein Rohstoff, der Grundlage großartiger Dienste und Produkte ist und sein wird. Jedwede Form von Datenverarbeitung unter Erlaubnisvorbehalt zu stellen, ist ein Anachronismus. Längst werden alternative Konzepte dazu diskutiert. Die Entscheider in der Politik sollten sich dieser Diskussion stellen!

Dieser Gastbeitrag von Dr. Stefan Groß-Selbeck erschien heute in der Financial Times Deutschland.

Praktisch unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit entsteht derzeit in Brüssel eine grundlegende Neuordnung des europäischen Datenschutzes. Das wird uns alle betreffen – als Bürger, Konsument und Unternehmer. Denn Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Keine Branche, kein Industriezweig kommt ohne elektronische Datenverarbeitung mehr aus. Gemessen in Bruttowertschöpfung rangiert die ITK-Branche laut BITKOM bereits vor der Automobilindustrie.

Und tatsächlich besteht Reformbedarf. Aus Sicht der hiesigen digitalen Wirtschaft geht es insbesondere um folgende Themen:

Gleiche Wettbewerbsbedingungen

Es muss aufhören, dass (insbesondere) amerikanische Unternehmen die lokalen Vorschriften praktisch unterlaufen und sich dadurch – völlig legal – Wettbewerbsvorteile sichern. Vor dem europäischen Verbraucher müssen alle Anbieter gleich sein. Wir müssen sicherstellen, dass gleiches Recht für alle gilt. (mehr…)

Wie immer ist es in den berühmten Tagen „zwischen den Jahren“ etwas stiller hier am Gänsemarkt. Die Feiertage sind vorbei, und wir richten unsere Augen auf das kommende Jahr: 2012. Doch vorher möchte ich noch einmal kurz auf unsere Aktivitäten in diesem Jahr zurückblicken.

Es würde hier den Rahmen sprengen, alle Neuerungen vom Lunchplanner bis zur Jobanzeige MINI en detail aufzulisten, daher möchte ich mich auf einige Höhepunkte beschränken, die unsere Produktstrategie und für Sie besonders relevante Punkte vornehmlich illustrieren.

Seit Juni begrüßt es Sie bei jedem Login: Das neue XING-Layout, hinter dem sich weit mehr verbirgt als das Verschieben einiger Layoutboxen, nämlich ein grundsätzlich neues Interaktionsparadigma, das die Aktivitäten im Netzwerk respektive im jeweiligen XING-Bereich in den Vordergrund stellt. Die Interaktion im Netzwerk, also das „Interessant finden“ und kommentieren, bauten wir ebenso aus wie das Empfehlen von Inhalten. (mehr…)

Am 18. November 2006, kurz nach der Mittagszeit, war es soweit: Wer sich wie gewohnt zu OpenBC bewegen wollte, landete auf XING.com.  Drei Jahre nach dem OpenBC-Start war damit weit mehr verbunden als eine bloße Namensänderung. Vielmehr handelte es sich um ein grundlegendes Redesign der Plattform.

In den fünf Jahren seit diesem Zeitpunkt ist eine Menge passiert, nicht nur optisch und technisch – damals zählte das Unternehmen (das noch eine Weile unter dem alten Firmenbezeichnung auftrat) 70 Mitarbeiter, die Plattform selbst knapp 1.5 Millionen Mitglieder – der Vergleich zu den 420 Köpfen und über 11,4 Mio. Profilen zeigt die enorme Entwicklung der letzten Jahre. Der nachfolgende Screenshot illustriert, wie das „erste XING“ aussah.

Heute vor fünf Jahren war also ein großer Tag für XING. Grund genug, kurz innezuhalten und zurückzuschauen – und es ist immer wieder schön, auf XING-Veranstaltungen Menschen zu treffen, die verkünden, „schon seit OpenBC-Zeiten“ dabei zu sein. In diesem Sinne: Danke an alle, die tagtäglich daran arbeiten, dass die Erfolgsgeschichte XING weitergeschrieben wird.

 

Heute haben wir das Geschäftsergebnis für unser drittes Quartal 2011 veröffentlich (Bericht [PDF], Pressemitteilung) – die erste Veröffentlichung nach der Aufnahme von XING in den TecDAX im August und nach unserem Relaunch im Juni. Die Zahlen bestätigen den Wachstumskurs der vergangenen Quartale.

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Nach unserem großen Relaunch im Juni haben wir uns in den letzten Monaten darauf konzentriert, die Plattform an vielen Bereichen punktuell zu verbessern. Das Resultat – zum Beispiel die Jobanzeige Mini oder die neue Sales-Mitgliedschaft – sind jeweils Features, die für bestimmte XING-Nutzergruppen einen enormen Nutzengewinn darstellen. So optimieren wir nicht nur einerseits das XING-Gesamtprodukt für alle Mitglieder, sondern maximieren auch andererseits die Möglichkeiten spezieller  XING-Kundengruppen. (mehr…)

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