Anmerkung der Redaktion: Wir freuen uns über diesen Gastbeitrag von Daniela Chikato. Die eigenständige Unternehmensberaterin sammelte in den letzten zehn Jahren fundierte Expertise im E-Recruiting. Ihre Erfahrungen gibt die Hamburgerin jetzt als Trainerin in offiziellen XING-Recruiter- Seminaren an Personalentscheider weiter. Die ersten Seminare finden am 10. März und am 14. April in Hamburg statt. Weitere Termine folgen.

Vor zehn Jahren stellten Online-Jöbbörsen weitgehend Spielfelder für Pioniere dar: Um Erfahrungen mit dem neuen Medium zu sammeln, schalteten Unternehmen bestenfalls Postings zusätzlich zur klassischen Printanzeige. Der Recruiter war eine Art Personaladministrator – nach dem Schalten von Stellenanzeigen war er vergleichsweise reaktiv tätig in der Bearbeitung von Bewerbungen bis hin zur Stellenbesetzung. Der Personalentscheider saß am längeren Hebel. Um für die Besetzung in Frage zu kommen, mussten die Bewerber Überzeugungsarbeit leisten.


Aus Bewerbern wurden Talente

Losgelöst von der allgemeinen Konjunktur ist der sogenannte „war for talent“ aktueller denn je: Studien belegen, dass aus Unternehmenssicht gut 40 Prozent der Stellen nur sehr schwer oder gar nicht besetzt werden können – und das betrifft längst nicht nur die IT. Das „Kräfteverhältnis“ hat sich umgekehrt: Unternehmen werben um die Gunst der besten Kandidaten, und die soziodemographische Entwicklung verschärft diesen Trend immens. Aus Bewerbern wurden Talente. Es gilt, „latent“ Jobsuchende zu gewinnen – Fachkräfte, die nicht aktiv nach einem neuen Job suchen, aber offen sind für neue berufliche Herausforderungen. Die Frage ist nicht, über welches Medium die besten Bewerbungen eingehen, sondern wo Personaler ihre Hochkaräter identifizieren und „abholen“, wie sie Vertrauen schaffen und sich als „Arbeitgeber der Wahl“ positionieren. Talent Relationship Management hat das Bewerbermanagement abgelöst – und die Print-Anzeige fristet heute ein Schattendasein.


Früher Personalreferent, heute „Talent Manager“

Der Recruiter 2.0 – auch Talent Manager oder HR Business Partner genannt – zeigt verkäuferisches Geschick: dem Kandidaten gegenüber als auch dem Fachbereich. Er bewegt sich sicher im Internet, ist aktiv in sozialen Netzwerken. Er rekrutiert nicht nur, um vakante Stellen zu besetzen, sondern investiert Zeit in Kontaktaufbau und -pflege begehrter Talente. Heute engagieren Unternehmen sich zusätzlich zu klassischen Jobportalen in sozialen Netzwerken. Sie setzen auf Empfehlungsmarketing, Reputationsmanagement und Employer Branding – auch im Mittelstand. Studien belegen, dass dies für viele Personaler zwar noch ein Buch mit sieben Siegeln ist – und dass sie Beratung für innovative E-Recruiting-Strategien ebenso schätzen wie Support in der operativen Umsetzung. Hier dockt das XING-Recruiter-Seminar an und liefert wertvollen Input.


Mit Persönlichkeit und Individualität über XING rekrutieren

Das als Ganztagsveranstaltung konzipierte XING-Recruiter-Seminar richtet sich an Recruiter und Personalentscheider in Unternehmen sowie in Personalberatungen. Ausgehend von der Frage, was Social Media Recruitment in der strategischen Personalsuche von heute leistet, lernen Teilnehmer einfache und extrem kostengünstige Möglichkeiten des modernen Talent Management kennen. Wir erklären relevante XING-Tools, tauschen unsere Praxis-Tipps sowie Erfahrungen aus und setzen Erlerntes direkt am Rechner um anhand von konkreten Fallbeispielen. Fruchtbarer Dialog ist nur in kleinen Gruppen möglich – daher ist die Teilnehmerzahl begrenzt auf maximal zehn Personen. Ich würde mich freuen, Sie in dem Seminar begrüßen zu dürfen. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie auf www.xing-seminare.de/recruiter.


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