OpenSocial, Googles Schnittstelle für soziale Netzwerke, gibt es nun schon eine ganze Weile. Innerhalb der letzten Monate hat sich der Gadget-Dienst gut ‚sozialisiert’ – und mit der Kraft Googles und der Netzwerke im Rücken besteht kein Grund zur Annahme, dass sich daran in näherer Zukunft ändern wird. XING selbst arbeitet seit 2007 an der Integration von OpenSocial in unsere Plattform.
Derzeit drehen wir die letzten Runden, permanent mit dem Fuß am Bodenblech. Als zuständiger Manager für die Applikationsplattform bekomme ich die rasante Entwicklung dabei hautnah mit. Mein Kollege Karsten Rieke und ich haben kürzlich einen Artikel in der Fachzeitschrift Informatik Spektrum veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen der ersten deutschsprachigen Fachartikel überhaupt.
Ohne von dem Text zuviel vorwegzunehmen: Was ist eigentlich so toll an OpenSocial? Neben XING nehmen andere Netzwerke, wie MySpace oder Friendster, daran teil. Das stellt einen großen Vorteil dar, weil ein typisches Problem der Netzwerke derzeit ist, dass alles innerhalb des Systems sehr gut funktioniert, aber ein Sprung über den Gartenzaun – oder neue Funktionen von Drittanbietern im Garten selbst - sich als nahezu unmöglich herausstellt.
OpenSocial, mittlerweile betreut und entwickelt von der OpenSocial Foundation, läutet einen neuen Standard ein, der eine Schnittstelle für so genannte „social applications” definiert, die zwischen verschiedenen Netzwerken interoperabel sind. Die Seiten mit der nötigen Netzwerk-Software, um diese Programme ausführen zu können, werden dabei Container genannt. Tatsächlich ist eine „social application” nichts mehr als ein XML-Dokument mit Metadaten, HTML und JavaScript: Dem Gadget. AJAX-basierte Abfragen steuern die Datenverarbeitung zwischen dem Gadget und dem Container. Mittels der OpenSocial API gibt der Container den Applikationen Zugriff auf Profil- und Kontaktdaten sowie Nachrichtensystem oder Update-Feeds (bei XING „Neues aus meinem Netzwerk”). Das ist das Kernstück der API, denn die Möglichkeit der Programme, mit den User-spezifischen Kontaktnetzwerken zu interagieren, bringt den richtigen Nutzwert. Und Spaß.
Container-Seiten wie XING wird es ermöglicht, ihren bestehenden Funktionsumfang mit Anwendungen von Drittanbietern zu erweitern, ohne dabei die Kontrolle über die User-Daten abgeben zu müssen. OpenSocial ist eine sichere Infrastruktur, die ausschließlich autorisierten Anbietern den Zugriff auf klar definierte Bestandteile der Schnittstelle erlaubt. Natürlich behalten die Benutzer immer die Kontrolle darüber, welchen Anbietern Sie den Zugriff auf ihre persönlichen Daten ermöglichen.
Ein weiterer entscheidender Aspekt, die Internationalisierung der jeweiligen Applikationen, wurde in der OpenSocial-Spezifikation ebenfalls bedacht. Dies, und viele weitere Bestandteile, über die Sie im Artikel lesen können, werden für Sie sehr nützlich sein. Und auch für uns, nicht nur als Business-Netzwerk mit dem Ziel größerer Kundenzufriedenheit, sondern auch als Entwickler-Team mit dem Wunsch, innovativ und schnell zu sein. Schauen Sie sich unsere gegenwärtigen Stellenangebote an, wenn Sie uns dabei helfen möchte, das Tempo zu halten und an der Zukunft des Social Networking mitzuarbeiten.




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