Im Gespräch mit Verwandten oder Bekannten wird gern die Frage gestellt, was man denn in seinem Job eigentlich so tue. Wer in der Internet- oder IT-Branche arbeitet, weiß, dass das vor allem gegenüber älteren Generationen Herausforderungen mit sich bringen kann. Aber ist das wirklich eine Generationenfrage? Sind sich ältere Semester und das Internet allgemein – und Web 2.0 im Besonderen – immer noch fremd? Bewegen sich die Jüngeren tatsächlich soviel leichter und selbstverständlicher im Netz?
Schaut man sich unsere Mitglieder genauer an, dominiert hier eine Altersgruppe zahlreiche Bereiche: Nutzer im Alter zwischen 31-und 40 Jahren machen etwa 30 Prozent der XING-Mitglieder aus und sind damit die auf XING am stärksten vertretene Altersgruppe. Sie sind überdurchschnittlich häufig in den Gruppen vertreten und organisieren die meisten Events. Nun mag mancher berechtigterweise einwenden, dass das nahe liegt. In einem Businessnetzwerk sind nun einmal Berufstätige und keine Heranwachsenden registriert, weshalb das Durchschnittsalter höher ist als bei privat genutzten sozialen Netzwerken. Ein Blick auf einzelne Städte zeigt jedoch interessante Unterschiede: So sind in Istanbul mehr als die Hälfte aller XING-Mitglieder jünger als 30 Jahre. Auch fast jeder dritte Münchner liegt unter dieser Altersgrenze. Die meisten über 50 Jährigen XING-Nutzer leben übrigens in Berlin.
Interessant ist auch zu sehen, dass sich die Nutzung der Plattform bei Männern und Frauen in verschiedenen Altersstufen unterscheidet: Während das Geschlechterverhältnis bei den jungen Mitgliedern ausgewogen ist – das heißt genauso viele Frauen wie Männer bei den unter 26-Jährigen online sind – driften die Geschlechter mit zunehmendem Alter immer weiter auseinander. Am stärksten ist der Unterschied bei den 31-40 Jährigen. Hier sind doppelt so viele Männer wie Frauen auf der Plattform. Ab 50 nähert sich das Verhältnis wieder an, die Frauen holen auf.
Aber nutzen die Generationen über 40 überhaupt soziale Netzwerke? Hinsichtlich der XING-Mitglieder können wir diese Frage mit einem klaren ‚Ja‘ beantworten: 37% der XING-Mitglieder sind älter als 40 Jahre und auf XING alles andere als inaktiv: Zahlreiche Gruppen belegen, dass die Best Ager den Jungen in Sachen Networking in nichts nachstehen. So netzwerken in der spanischen Gruppe „Mayores de 40 años“ mehr als 4.500 Mitglieder zu Themen wie Job, Gesundheit und Soziales. Auch was die Organisation von Events auf der Plattform angeht, beweist sie Motivation und Leistungsbereitschaft: Von den über 7.000 allein im März über XING organisierten und veranstalteten Events wurden mehr als die Hälfte von über 40- und 50-Jährigen organisiert.
Erst kürzlich hörte ich von einem 81-Jährigen Mittelständler, der die Plattform aktiv für die Kommunikation mit seinen Kunden nutzt und sogar eine Gruppe moderiert. Das Internet scheint für diese Altersgruppen also alles andere als fremd und abschreckend zu sein, eine ‚Generationenfrage‘ mag sich nicht so recht stellen – zumindest nicht auf XING.




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Nein! am Alter kann es m.E. nicht (nur) liegen. Ich bin 62 und nutze intensiv das Internet, betreibe eigene Webseiten und Blogs und twittere auch.
Das mag daran liegen das ich seit 1971 beruflich beginnend mit Organisation und Datenverarbeitung, später mit den ersten PC und seit etwa 1995 mit dem Internet beschäftigt bin. Schon 1967 machte ich erste Erfahrungen mit CNC, was ja Vorläufer der Heute Computergesteuerten Maschinen war. War auch vier Jahre bis 2002 als Ausbilder für PC Anwendungen tätig.
Es ist aber in der Tat so, das viele in meinem Alter und bis 15 Jahre darunter Berührungsängste zu PC und Internet haben. Auch während der Schul- und Klassentreffen konnte ich das feststellen.
Mit Einführung der ersten PC um 1985, bei denen ich dabei war, hatte ich immer wieder die Erfahrung machen müssen, das die Chefs die PC’s und später Internet als Spielerei bezeichneten und abwerteten.
Das ist/war das eine Hindernis, was sich zwar in den letzten 10 Jahren stark veränderte, aber, in den Generationen älter als 50 immer noch nachwirkt.
XING betreffend sehe ich u.a. folgende Ursachen der Zurückhaltung;
- zu starke Funktions-Einschränkung bei “nur” Basismitgliedschaft
- zu hohes Augenmerk auf HSQualifikation, Referenzen, Auszeichnungen! ect.pp im XING-Profil