Petra Schwenk am 16.04.2009 um 09:54Uhr MEZ
Von 20.000 auf eine halbe Million: Heute verfünfundzwanzigfachen wir auf einen Schlag das Publikum für Unternehmensprofile („Company Pages”), eine unserer großen Produkteinführungen bei XING in diesem Frühling. Wie kam es zu diesem neuen Punkt in der Navigationsleiste?
Einige Male haben uns unsere Mitglieder darauf hingewiesen: Firmen tauchen in so vielen Zusammenhängen auf XING auf, sind aber nicht selbst mit Profilen auf der Plattform vertreten. So wurden ich und weitere Kollegen aus der Produktentwicklung vor einigen Monaten damit betraut, eine erste Analyse zum Thema „Firmen auf XING” zu machen.
Bevor ich aber von der Produktentwicklung der Unternehmensprofile erzähle, einige Worte zu meiner Person: Mein Name ist Petra Schwenk und ich bin verantwortlicher Produktmanager für das Thema Unternehmensprofile. Bei XING arbeite ich seit Juli 2008 und habe meine Kollegen unter anderem im Projekt “Events” unterstützt.
Vor meiner Zeit bei XING habe ich Informationstechnik studiert und anschließend bei Hubert Burda Media in unterschiedlichen Aufgabenbereichen von Softwareentwicklung über Konzeption bis Projektmanagement hauptsächlich in Online-Projekten gearbeitet. Die beiden Jahre vor meinem Wechsel zu XING war ich bei SAP in der Beratung von Automobilherstellern sowie Maschinen- und Anlagenbauern tätig.
Bei all diesen Stationen hat mich die Vision begleitet, den Anwender in den Mittelpunkt der Software-Entwicklung zu rücken.
Erste Analysen und Schritte
Genau da, mit dem Anwernder als zentralem Punkt, begann unsere Analyse für das neue Produkt “Unternehmensprofile”. Im Oktober letzten Jahres führten wir erste Workshops mit einigen Anwendern durch und untersuchten die Usability an einem Prototyp.
Basierend auf diesen Studien ermittelten wir repräsentative Anwender, Personas (”Welche Zielgruppen werden die Company Pages nutzen?”), formulierten Anwendungsfälle (”Was will Persona A mit einer Company Page erreichen?”) und setzten ein Projekt nach der Scrum-Methode auf. )
Mitte November begannen wir mit spanischen und deutschen Entwicklerkollegen die Entwicklung der Company Pages. Das Team machte sich viele Gedanken, welche Informationen für die Mitglieder interessant sein könnten; fleißig feilten wir an verschieden Algorithmen.
Für eine erste Version der Unternehmensprofile haben wir uns entschlossen, eine transparente Programmierlogik zu verwenden:
Für alle Firmen werden Daten aus den Mitgliederprofilen zusammengestellt. Die Datenqualität sowie die Anzahl der Mitglieder wird automatisch überprüft und ab einem bestimmten Grenzwert wird ein Unternehmensprofil veröffentlicht und ist so den Mitgliedern zugänglich.
So haben die Mitglieder die Möglichkeit durch Pflege des Firmeneintrages in Ihrem Profil die Anzahl der Firmenprofile zu beeinflussen. Denn die Profile werden alle 24 Stunden anhand der Angaben auf dem Mitgliederprofilen neu generiert.
Tortenstück für Tortenstück
Dabei hatten wir – als Metapher – immer wieder das Bild einer mehrstöckigen Torte vor Augen.
Wir wollten nicht damit anfangen, sofort alle Tortenböden zu backen, sondern wollten unseren Kunden zu Beginn eine kleine fertige Torte präsentieren. Einstöckig zwar, aber mit allem, was eine leckere Torte so braucht.
Und für die nächsten Etagen wollten wir zuerst die Anregungen der Mitglieder einholen.
Also haben sich weitere Kollegen darum gekümmert, wie wir gezielter Ideen und Anregungen unserer Mitglieder mit in den Produktentwicklungs-Prozess einfliessen lassen können.
Seit letzter Woche haben ca. 20.000 Mitglieder des XING Forschungspanels Zugriff auf die die Unternehmensprofile.
Wir haben bereits viele wunderbare Anregungen bekommen und gesehen: die Mitglieder möchten gerne mitgestalten an dem neuen Produkt.
Ab heute haben nun Premium-Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Zugriff auf die automatisch aggregierten Unternehmensprofile.
Und wir sind gespannt auf weitere Ideen für das nächste Stockwerk an unseren Kuchen mit der Aufschrift “Unternehmensprofile”. Mit unserem ebenfalls neu eingeführten Tool User Voice geben Sie uns die Möglichkeit, herauszufinden, welche Zutaten Ihnen dabei besonders schmecken. Wir sind bereits dabei, im Forschungspanel Ihre Vorschläge zu sichten, zu sortieren und in die Konzepte einzuarbeiten. Allen Teilnehmer des Forschungspanels daher an dieser Stelle: Danke für all das Feedback – wir freuen uns auf mehr!




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http://blog.xing.com/2009/04/unternehmensprofile-beta-fur-premium-mitglieder-in-deutschland-osterreich-und-der-schweiz/trackback/
[...] In ihrem Blogpost zu den Unternehmensprofilen erklärt die Produktmanagerin Petra Schwenk, dass die jetzige Version erst der Beginn sei und man nun die Meinungen und Ideen der Nutzer einholen wolle. Auf dieser Seite kann man Verbesserungsvorschläge einbringen und für bereits vorhandene abstimmen. Auf Platz 1 momentan: „Verschiedene Schreibweisen derselben Firma zusammenfassen“. Ein Problem, das auch Xing selbst betrifft, wie man hier und hier sehen kann. [...]
Social Networks: Xing startet Beta automatisch erstellter Unternehmensprofile » t3n MagazinLesen Sie mehr in
Recorded on 16.04.2009 at 12:51h CET
[...] passenden Ansprechpartner gefunden werden. Die Produktmanagerin Petra Schwenk berichtet in ihrem Blogpost im Xing-Blog über die Testphase dieser Zusatzfunktion und deren Aufbau. Es sollen vorerst Meinungen der [...]
Xing bietet Profile für Unternehmen an « Neostores - Online Marketing, E-Commerce & MehrLesen Sie mehr in
Recorded on 19.04.2009 at 08:56h CET
[...] stand es nur 20.000 ausgewählten Nutzern zur Verfügung. Heute hat XING die Nutzerzahlen auf eine halbe Million erweitert. Premium-Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich die neuen Profile und [...]
Nächste Etappe bei den Unternehmensprofilen bei XINGLesen Sie mehr in
Recorded on 06.05.2009 at 22:01h CET
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Als eines der Hauptproblem stellt sich ja nun die willkürliche Ausgrenzung von einzel- und Kleinunternehmen heraus. Es ist interessant über weitere “Stockwerke” im Kuchen zu reden wenn noch nicht einmal der “Boden” vernünftig fertig ist.
Vielen Dank für diesen spannenden Beitrag. Finde es klasse nachzulesen, dass man bei XING einen “User Centered Design” Prozesse lebt und anwendet.
Ich selbst finde die Idee mit den Unternehmensprofilen auf XING auch sehr gut. Und: dass man da Step by Step was draufsetzt, ist sicherlich ein Ansatz. Etwas enttäuscht war ich allerdings schon, als ich mir grad eben das Profil meiner Firma angesehen hab. Es gab da nämlich für mich – so mein Eindruck – keine Möglichkeiten z. B. neue Produkte vorzustellen, eine kurze Unternehmensbeschreibung einzustellen, Links auf z. B. Blogs etc. unseres Unternehmens zu setzen etc. Kann das ja über das Tool “User Voice” abgeben, aber eine erste Enttäuschung ist bei mir schon mal da. Schade … Hoffe ich werde noch mal vorbeischauen und so von den weiteren Funktionen erfahren.
Da sehe ich aber ein kleines Problem des “Tortenmodells”: Man muss die Anwender immer wieder motivieren im Prozesse der Entwicklung vorbeizuschauen. Das gelingt, aber man wird auch welche verlieren, vor allem diejenigen, die beim ersten Zugriff etwas enttäuscht waren vom Umfang der Features.
Meine Anregung fürs nächste Mal (neues Tool, neue Funktion): Befragung unter den XING Mitgliedern durchführen, hier in diesem Fall z. B. unter den Geschäftsführern. Z. B. im Stil einer Anforderungsanalyse unter Einsatz eines geeigneten Analyse Ansatzes (z. B. der KANO Analyse). Dann hätte man die Basisfaktoren eines solch neuen Tools wie “Unternehmensprofile” sicherlich finden können, ergänzt um Erkenntnisse über Zielgruppenunterschiede (z. B. große Firmen vs. KMUs und deren Unterschiede in den Anforderungen). Solche Verfahren haben sich bewährt und stellen m.E. eine klasse Erweiterung des von Ihnen beschriebenen und gelebten UCD @ XING dar.
Besten Dank und viel Erfolg mit dem Tool …
–// https://www.xing.com/profile/Thorsten_Wilhelm