Sabine Brockmeier am 10.02.2009 um 11:23Uhr MEZ
Unsere aktuelle forsa-Studie hat es bestätigt: Frauen in Führungspositionen nutzen ihre beruflichen Kontakte häufiger als Männer und helfen im Bekanntenkreis häufiger beruflich weiter. Die Ergebnisse der Befragung von 1.005 befragten Führungskräften und Fachverantwortlichen in Deutschland zeigen auch, dass Frauen eher an Informationen aus beruflichem Umfeld interessiert als Männer: Stellenangebote beispielsweise sind für Frauen (55 Prozent) interessanter als für Männer (44 Prozent), auch andere Informationen wie neue Kontaktdaten oder Veranstaltungshinweise wünschen sich weibliche Führungskräfte häufiger als ihre männlichen Kollegen.

Doch Frauen wollen nicht nur häufiger über ihr berufliches Umfeld auf dem Laufenden gehalten werden, sie haben Bekannten auch schon öfter beruflich weiterhelfen können als Männer. Laut forsa-Studie haben 88 Prozent der weiblichen Führungskräfte schon einmal einem Bekannten weitergeholfen, sei es beispielsweise mit einem beruflichen Rat, der Vermittlung eines Jobs, Auftrags, potenziellen Neukunden, Kooperationspartners oder Mitarbeiters - bei den Männern dagegen 79 Prozent. So haben Frauen in Führungspositionen auch tendenziell eher schon einmal einen neuen Job (42 Prozent) an Bekannte vermittelt als Männer (37 Prozent).
Auf XING haben wir bereits einen bereits einen Frauen-Anteil von rund 35 Prozent, Tendenz steigend. Auch auf der Plattform können wir beobachten, dass Frauen auf ein aktiveres Empfehlungsmarketing setzen, sich einander vorstellen, sich empfehlen und weiterhelfen. Die Gruppe Global Business Women beispielsweise vereint aktuell über 13.000 Geschäftsfrauen aus aller Welt, der Woman Entrepreneur Club bietet seinen rund 3.000 weiblichen Mitgliedern in vielen deutschen Großstädten regionale WEC-Foren.
Wie die forsa-Befragung der deutschen Führungsriege weiter zeigt, sind besserverdienende Führungskräfte in beruflichen Netzwerken deutlich aktiver. In Deutschland ist bereits jede fünfte Führungskraft (18 Prozent) online vernetzt und XING wird beim Business-Networking von Führungskräften mit deutlichem Abstand am häufigsten genutzt – in allen Regionen und Altersgruppen.



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die Studie unterstreicht die lange gehegte Vermutung, das Frauen die engagierteren NetzwerkerInnen sind!
Ob zu Hause (Frauen haben in der Beziehung meistens den grösseren Anteil am “Networking” mit Kindern, Freunden, Verwandten, Bekannten und Nachbarn) oder bei der Arbeit. Wenn man (=frau) gewaltfrei handeln will, hilft das
Das Frauen kooperativer sind als Männer kann doch nicht wirklich verwundert haben oder doch?
Mit Sozialkompetenz können Frauen auf jeden Fall punkten. Ein steigender Frauenanteil ist nicht nur hier im Netzwerk zu begrüßen, sondern auch in Führungspositionen.